Domain-Anbieter und mehr: Dein Leitfaden für den Einstieg
Der erste Schritt zur eigenen Website kann herausfordernd sein – zum Beispiel, wenn es um die Wahl der richtigen Domain geht. Genau deswegen gibt's diesen Artikel!
Hier teile ich mit dir alles, was du wissen musst, um die richtige Domain und den richtigen Domain-Anbieter für dich zu finden. Ich versuche, soweit möglich, auf kryptischen Fachbegriffe und verwirrende Erklärungen zu verzichten. Nur praktische Tipps, ehrliche Empfehlungen und alles, was ich mir selbst gewünscht hätte.
Inhalt
Was sind Domains und wie sind sie aufgebaut?
Wann brauche ich eine (eigene) Domain?
Worauf sollte ich bei der Wahl einer Domain achten?
Welcher Domain-Anbieter passt zu mir und meinen Bedürfnissen?
Entscheidungskriterien für einen guten Domain-Anbieter
Von diesen Domain-Anbietern rate ich ab
Was sind Domains?
Eine Domain ist im Grunde deine Adresse im Internet. Wenn du „afdnee.de" in deinen Browser eingibst, landest du auf einer bestimmten Website. Die Domain ist der Name, den sich Menschen merken können, statt einer komplizierten Zahlenkombination (der sogenannten IP-Adresse).
Stell dir das Internet wie eine riesige Stadt vor. Jede Website ist ein Gebäude in dieser Stadt. Die technische Adresse jedes Gebäudes ist eine lange Zahlenfolge (wie 192.168.1.1) – aber niemand möchte sich das merken! Eine Domain ist wie ein Straßenname mit Hausnummer.
Domain, Hosting und Website – Was ist der Unterschied?
Diese drei Begriffe werden oft durcheinandergeworfen, dabei sind sie unterschiedliche Dinge:
Die Domain ist deine Adresse – wie afdnee.de. Sie ist dein Name im Internet, unter dem dich alle finden können. Du kannst auch eine Domain haben, ohne eine Website zu erstellen. Das ist, als würdest du dir eine Adresse reservieren, aber noch kein Haus bauen.
Das Hosting ist der Platz, wo deine Website „wohnt". Es ist wie ein Grundstück, das du mietest, um dein Haus (aka deine Website) darauf zu bauen. Hosting-Anbieter stellen dir Speicherplatz auf ihren Servern zur Verfügung.
Beispiel: Du lässt deine Website mit Squarespace erstellen und kaufst deine Domain bei IONOS. In diesem Fall ist Squarespace dein Hosting-Anbieter und IONOS dein Domain-Anbieter.
Die Website ist das, was Besuchende tatsächlich sehen – also dein digitales Haus mit allen Zimmern (Seiten), der Einrichtung (Texten, Bildern) und den Funktionen (Kontaktformulare, Online-Shop etc.).
Wie ist eine Domain aufgebaut?
Eine Domain besteht aus verschiedenen Teilen. Nehmen wir als Beispiel afdnee.de:
Die Top-Level-Domain (TLD) ist der letzte Teil – in diesem Fall „.de". Es gibt länderspezifische TLDs wie .de (Deutschland), .at (Österreich) oder .ch (Schweiz). Und es gibt allgemeine TLDs wie .com (ursprünglich für kommerzielle Seiten), .org (Organisationen) oder neuere wie .shop oder .blog.
Die Second-Level-Domain ist der Teil, den du wählst und kaufst – hier „afdnee". Diese Kombination aus deinem gewählten Namen und der TLD ist deine eigentliche Domain.
Wann brauche ich eine eigene Domain?
Vielleicht fragst du dich, ob eine eigene Domain wirklich nötig ist – schließlich gibt es auch kostenlose Alternativen. Viele Website-Tools wie Squarespace bieten dir eine kostenlose Subdomain an, die dann so aussieht: deinname.squarespace.com
.
Das mag für den Anfang praktisch sein, aber wenn du dich professionell präsentieren willst, lohnt sich eine eigene Domain. Warum? Eine individuelle Domain macht einen besseren Eindruck, stärkt dein Branding und bringt dir Vorteile bei Google.
Professioneller Auftritt & Markenbildung
Wenn du selbstständig bist oder ein Unternehmen hast, ist eine eigene Domain ein Muss. Stelle dir vor, du bekommst eine Visitenkarte mit „meine-firma.kostenloses-angebot.de" statt „meine-firma.de" – welche wirkt professioneller?
Eine eigene Domain:
Schafft Vertrauen: Kund*innen nehmen dich ernster
Stärkt deine Marke: Dein (Unternehmens-) Name wird Teil deiner Internetadresse
Wirkt kompetenter: Du zeigst, dass du bereit bist, in dein Business zu investieren
Bleibt in Erinnerung: Eine kurze, einprägsame Adresse merken sich Menschen leichter
2. SEO-Vorteile einer eigenen Domain
Suchmaschinen wie Google lieben eigene Domains! Wenn du im Internet gefunden werden möchtest, bietet dir eine eigene Domain folgende Vorteile:
Besseres Ranking: Eigene Domains werden von Suchmaschinen oft höher eingestuft als Subdomains auf fremden Plattformen
Mehr Vertrauen: Google betrachtet Websites mit eigener Domain als vertrauenswürdiger
Domain-Autorität aufbauen: Mit der Zeit sammelt deine Domain „Autorität" – ein wichtiger Faktor, um bei den Google-Suchergebnissen angezeigt zu werden
Sichtbarkeit für lokale Suchen: Besonders mit länderspezifischen Endungen wie .de oder .at rankst du besser bei lokalen Suchanfragen
3. Domainreservierung als „Markenschutz”
Selbst wenn du noch nicht bereit bist, eine vollständige Website zu erstellen, kann es sinnvoll sein, deine Wunschdomain zu reservieren. Wenn du einen Namen gefunden hast, der dir gefällt und zu deinem Projekt passt, reserviere ihn am besten sofort. Die Kosten sind mit etwa 1-2 € pro Monat überschaubar. Warum?
Schutz deiner Marke: Verhindere, dass der Wettbewerb oder andere Personen „deinen" Namen registrieren
Zukunftssicherheit: Gute Domainnamen werden immer seltener
Einheitliche Online-Präsenz: Sichere dir den gleichen Namen für Website, Social Media und E-Mail-Adressen
Eine Domain zu haben bedeutet nicht, dass du sofort eine Website erstellen musst. Du kannst sie auch als E-Mail-Adresse nutzen (name@deine-domain.de), auf deine Social-Media-Profile weiterleiten oder als Platzhalter mit einer einfachen „Coming soon"-Seite verwenden.
Hinweis: Die Reservierung einer Domain bietet keinen rechtlichen Markenschutz, wie er durch eine Markenregistrierung gewährleistet wird.
Worauf sollte ich bei der Wahl einer Domain achten?
Bevor du eine Domain kaufst, hier ein paar Regeln für die richtige Wahl:
Kurz & einprägsam: Je kürzer, desto besser – ideal unter 15 Zeichen. Vermeide komplizierte oder schwer auszusprechende Wörter.
Lesbar & klar: Ein Bindestrich kann die Verständlichkeit verbessern (z. B. design-beratung.de), aber nutze maximal einen. Zahlen sind oft verwirrend („4 oder four?“) – besser weglassen.
Passend & suchmaschinenfreundlich: Deine Domain sollte den Inhalt deiner Website widerspiegeln. Relevante Keywords helfen dir, bei Google besser gefunden zu werden (z. B. berlin-fotografie.de).
Rechtlich sicher & vielseitig: Verwende keine geschützten Markennamen. Falls möglich, sichere dir mehrere Domain-Endungen (.de, .com etc.), um flexibel zu bleiben.
Wenn du unsicher bist, frage Freunde, ob sie deine Wunschdomain richtig buchstabieren können, wenn du sie ihnen nur mündlich mitteilst. Das könnte Probleme mit der Schreibweise oder Verständlichkeit aufzeigen!
Denk daran: Du wirst diese Domain vermutlich jahrelang nutzen und auf Visitenkarten, in E-Mail-Signaturen und überall sonst angeben. Nimm dir Zeit für diese wichtige Entscheidung!
Welcher Domain-Anbieter passt zu mir und meinen Bedürfnissen?
Die Wahl des richtigen Domain-Anbieters hängt stark von deinen individuellen Prioritäten ab. Möchtest du die kostengünstigste Lösung oder legst du Wert auf Datenschutz und Nachhaltigkeit?
Meine Entscheidungskriterien für einen guten Domain-Anbieter
Die Wahl eines Domain-Anbieters sollte gut überlegt sein, denn nicht jeder erfüllt alle wichtigen Anforderungen. Ich achte bei meinen Empfehlungen besonders auf vier Aspekte:
Preis: Eine .de-Domain sollte nicht unnötig teuer sein.
Serverstandort: Um Datenschutz und DSGVO-Konformität zu gewährleisten, sollte der Server möglichst in Deutschland oder zumindest innerhalb der EU stehen.
Kundensupport: Ein zuverlässiger Domain-Anbieter sollte gut erreichbar sein – idealerweise rund um die Uhr oder zumindest täglich.
Gesamteindruck: Ein seriöser Domain-Anbieter zeichnet sich durch transparente Preisstrukturen, klare Vertragsbedingungen und das Fehlen versteckter Kosten aus.
→ Domain-Anbieter mit einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis: IONOS (1&1)
IONOS ist eine empfehlenswerte Optionen für alle, die eine günstige und leistungsstarke Domain-Lösung mit optionaler E-Mail-Adresse suchen. Der Domain-Anbieter bietet günstige Einstiegspreise und eine solide Ausstattung – ideal für Privatpersonen, Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen.
Vorteile IONOS:
Top Preis-Leistung
Oft nur 1 € im ersten Jahr für eine .de-Domain
Faire Preise, jedoch steigen sie nach 6 bzw. 12 Monaten
Domain & E-Mail aus einer Hand: Günstige Pakete mit eigener E-Mail-Adresse verfügbar
Zuverlässiger Kundenservice: 24/7-Support per Telefon, E-Mail und Live-Chat
Sicherheit & Datenschutz
Serverstandort in Deutschland → DSGVO-konform
Kostenloses SSL-Zertifikat für sichere Verbindungen
Ausfallsichere Server mit 99,99 % garantierter Verfügbarkeit
Leistungsstarkes Webhosting
Unbegrenzte Bandbreite und bis zu 500 GB Webpace
Einfache Verwaltung durch eine übersichtliche Nutzungsoberfläche
Worauf du achten solltest: Die Preise steigen nach der Einführungsphase oft auf das Doppelte, also unbedingt die Tarifdetails prüfen.
→ Empfehlung für eine nachhaltige und klimafreundliche Option: Manitu
Manitu ist die ideale Wahl für alle, die bei ihrer Domain-Registrierung besonderen Wert auf Nachhaltigkeit, Datenschutz und transparente Geschäftspraktiken legen. Als inhabergeführtes Unternehmen bietet Manitu eine umweltbewusste Alternative zu den großen Domain-Anbietern – ohne Kompromisse bei Leistung und Service einzugehen. Die fairen Vertragsbedingungen ohne versteckte Kosten schaffen Vertrauen und Planungssicherheit.
Vorteile Manitu:
Nachhaltigkeit & Umweltschutz
100% Ökostrom für alle Server und Rechenzentren
Klimaneutrales Hosting durch Kompensationsprojekte
Ressourcenschonende Hardware und energieeffiziente Kühlung
Höchste Datenschutzstandards
Serverstandort ausschließlich in Deutschland
DSGVO-konforme Verarbeitung aller Daten
Keine Weitergabe von Kundendaten an Dritte
Transparente, faire Preisgestaltung
Keine versteckten Kosten oder überraschende Preiserhöhungen
Moderate Preise auch nach der Erstregistrierung ohne Lockangebote mit späteren Preissteigerungen
Zuverlässiger, persönlicher Support
365 Tage im Jahr erreichbar
Reaktionszeit unter 2 Stunden
Kompetente Beratung durch Mail und Telefon
Hohe technische Sicherheit
Worauf du achten solltest: Die Preise liegen etwas über dem Marktdurchschnitt, was jedoch durch die ökologische Ausrichtung, super Service und faire Vertragsbedingungen gerechtfertigt ist.
Nicht empfehlenswerte Domain-Anbieter: Strato & Squarespace
Strato wird häufig als Domain-Anbieter genannt, aber ich rate aus folgenden Gründen davon ab:
Lange Ladezeiten wirken sich negativ auf die Nutzungserfahrung aus und verschlechtern sowohl die SEO als auch die Leistung einer Website.
Ein unübersichtliches Bedienoberfläche kann insbesondere für Neulinge verwirrend und schwer zu navigieren sein.
Der Support ist oft nicht ideal, da es häufig zu langen Wartezeiten kommt.
Falls du deine Website mit Squarespace erstellen lässt oder erstellst, kannst du deine Domain direkt dort kaufen – aber auch das ist nicht unbedingt die beste Wahl. Warum?
Domains sind dort meist teurer als bei Drittanbietern.
Viele Domain-Anbieter bieten günstige E-Mail-Adressen an, während Squarespace sie nur über ein kostenpflichtiges Google-Workspace-Paket ermöglicht. Das kann sinnvoll sein, wenn du ohnehin Google Workspace nutzt – andernfalls lohnt sich die Domain dort eher nicht.
So registrierst du deine Domain
Die Registrierung einer Domain ist einfach und schnell gemacht.
1. Verfügbarkeit prüfen
Bevor du deine Wunsch-Domain registrierst, solltest du sicherstellen, dass sie noch frei ist. Dafür gibt es spezielle Tools:
Nutze den Squarespace Domain Check, um schnell zu prüfen, ob deine gewünschte Adresse verfügbar ist. Alternativ bieten auch Domain-Anbieter wie IONOS oder Manitu eigene Suchfunktionen.
Falls die gewünschte Domain bereits vergeben ist, probiere leichte Variationen oder eine andere Domain-Endung (.net, .org, .com).
2. Domain-Anbieter auswählen und Bestellung abschließen
Nicht jeder Anbieter ist gleich – vergleiche Preise, Serverstandort und Zusatzleistungen wie E-Mail-Adressen oder SSL-Zertifikate. Wähle den Domain-Anbieter, der am besten zu deinen Anforderungen passt.
Sobald du dich für eine freie Domain entschieden hast, kannst du sie beim Anbieter registrieren. Dafür benötigst du in der Regel deinen Namen, deine Kontaktdaten sowie die Zahlungsinformationen.
Achte auf Vertragsbedingungen. Manche Domain-Anbieter locken mit günstigen Preisen im ersten Jahr, erhöhen aber danach deutlich. Prüfe auch, ob die Domain automatisch verlängert wird oder du sie aktiv verlängern musst.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Domains.
→ Was kostet eine Domain durchschnittlich?
Die Kosten einer Domain hängen von der Endung (.de, .com, .org etc.) und dem Anbieter ab.
Eine .de-Domain kostet im Schnitt 0,80 € bis 1,50 € pro Monat (ca. 10–20 € pro Jahr).
.com-Domains sind meist etwas teurer, etwa 12–30 € pro Jahr.
Exotische oder spezielle Endungen wie .app oder .shop können 40 € oder mehr pro Jahr kosten.
→ Wie viele Domains kann oder sollte ich besitzen?
Es gibt keine feste Regel, aber es hängt von deinem Projekt ab:
Für Einzelpersonen, Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen reicht eine Haupt-Domain oft aus.
Für Marken und Unternehmen kann es sinnvoll sein, mehrere Domains zu sichern, z. B. mit verschiedenen Endungen (.de, .com, .eu), um Nachahmende zu vermeiden.
Manchmal werden zusätzliche Domains für Kampagnen oder spezielle Landingpages genutzt.
→ Kann ich eine Domain ohne Website nutzen?
Ja, eine Domain kann auch ohne aktive Website verwendet werden, zum Beispiel:
Für E-Mail-Adressen (z. B. name@meinedomain.de)
Als Weiterleitung auf eine andere Website
Zum Schutz eines Namens oder einer Marke, selbst wenn die Website erst später kommt
→ Was tun, wenn die gewünschte Domain bereits vergeben ist?
Falls deine Wunsch-Domain nicht mehr frei ist, gibt es mehrere Möglichkeiten:
Probiere andere Varianten und Schreibweisen, z. B. mit Bindestrichen oder zusätzlichen Wörtern (z. B. „mein-name.de" statt „meinname.de").
Falls .de nicht verfügbar ist, könnte .com, .net oder .eu eine alternative Endung sein.
Manchmal sind Domains registriert, aber ungenutzt – über eine WHOIS-Abfrage kannst du herausfinden, ob ein Kauf möglich wäre.
→ Was passiert, wenn ich meine Domain nicht verlängere?
Falls du deine Domain nicht verlängerst, wird sie nach einer bestimmten Frist (je nach Anbieter ca. 30–60 Tage) zur Wiedervergabe freigegeben. Danach kann sie von jemand anderem registriert werden.
→ Wie lange dauert es, bis meine Domain aktiv ist?
Die meisten Domains sind direkt nach der Registrierung aktiv, spätestens innerhalb weniger Stunden.
→ Kann ich meine Domain zu einem anderen Domain-Anbieter umziehen?
Ja, das ist möglich. Dazu benötigst du den sogenannten Auth-Code (Authorization Code) von deinem aktuellen Domain-Anbieter. Der Umzug dauert in der Regel einige Stunden bis wenige Tage, je nach Anbieter.
Fazit
Die Wahl eines Domain-Anbieters ist ein erster Schritt auf dem Weg zu deiner Website. Wie du gesehen hast, gibt es verschiedene Anbieter mit unterschiedlichen Stärken: IONOS überzeugt durch ein super Preis-Leistungs-Verhältnis und eignet sich besonders für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen, während Manitu mit Nachhaltigkeit, Transparenz und erstklassigem Support punktet.
Denke daran, dass eine Domain mehr als nur eine Internetadresse ist – sie ist deine digitale Identität, dein „Markenschutz” und ein wichtiger Faktor für deine Sichtbarkeit in Suchmaschinen.
Nimm dir Zeit für die Auswahl eines passenden Namens und eines vertrauenswürdigen Domain-Anbieters. Achte auf transparente Preisstrukturen, Serverstandorte in Deutschland oder der EU für optimalen Datenschutz und einen zuverlässigen Support.