Fotoshooting für deine Website: Bilder-Tipps
Für die Website empfehle ich meinen Kund:innen, auf professionelle Business-Fotos zu setzen – keine Selfies, sondern hochwertige Aufnahmen, die einen professionellen Eindruck hinterlassen. Dafür sind oft neue Bilder nötig, und das bedeutet: ein Fotoshooting. Doch genau das sorgt bei vielen erst mal für Unsicherheit.
Aus Erfahrung weiß ich, dass dann jede Menge Fragen auftauchen: Worauf sollte ich achten? Welche Farben passen am besten? Welche Bildaussage möchte ich treffen? Und in welchem Format brauche ich die Fotos überhaupt?
In diesem Beitrag nehme ich dich in sechs Schritten mit durch die optimale Vorbereitung – von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Shooting. Ich teile, was sich bewährt hat, und was ich beim nächsten Mal anders machen würde.
Mein Business Fotoshooting im Schnelldurchlauf
Schritt 1: Suche nach Fotograf:innen
In den letzten Monaten habe ich immer mal wieder Namen und Arbeiten von Fotografinnen gespeichert, deren Business Fotos mir gefallen. Leider war da lange niemand dabei, der aus meiner Region kam, bis ich Anna-Maria Langer gefunden habe. Ihre Fotos und auch ihre Positionierung haben mich sofort überzeugt („Ich zeige Geschichten kreativer Frauen* und Unternehmer*innen, farbenfroh und in einfühlsamer Erzählweise“). Wir haben einen Telefontermin vereinbart.
Instagram kann bei der Suche nach Business Fotograf:innen eine große Hilfe sein, um sich Ideen und Inspirationen zu holen. Vielleicht folgst du schon Fotograf:innen, oder du hast bei anderen Profilen Fotos gesehen, die dir gefallen? Wenn ja, frage doch einfach mal nach, wer sie gemacht hat. Ich rate davon ab, rein nach Preis oder Empfehlungen von Freunden/Familie zu gehen. Das Wichtigste ist, dass dir die Fotos gefallen und deinem Stil entsprechen. Nun heißt es speichern, screenshoten, sammeln – selbst dann, wenn noch nicht der richtige Zeitpunkt für dein erstes Personal Brand Shooting gekommen ist.
Schritt 2: Im Vorgespräch zeigt sich, ob ihr harmoniert und du dich verstanden fühlst
In einem unverbindlichen Kennenlern-Telefonat haben Anna-Maria und ich über meine Selbstständigkeit und über meine Vorstellungen gesprochen. Sie hat beraten, wie sich meine Wünsche kreativ umsetzen lassen und tolle Ideen eingebracht, auf die ich von alleine nie gekommen wäre.
Schritt 3: Inspirationen und Ideen im Moodboard organisieren
Ein Moodboard hilft dir dabei, deine visuellen Vorstellungen zu transportieren. Es ist einfacher zu zeigen, was man möchte, statt es mit Worten erklären zu müssen. Auch wenn mir der Nutzen und die Wichtigkeit von Moodboards bekannt war, hatte ich zu diesem Punkt Schwierigkeiten damit. In meinem Pinterest Ordner war zum Shooting-Zeitpunkt nur eine kleine Auswahl an Bildern enthalten – das geht auf jeden Fall besser.
Also: Auch wenn es am Anfang etwas holprig ist, bleib dran und erstelle am besten mehrere Moodboards oder Ordner (für deine Markenfarben, Posen, Outfits, Stil…). Sei es auf deinem Handy in Form von Screenshots, auf einer Cloud oder bei Pinterest. Wichtig ist, dass du diesen Ort digital mit deinen Dienstleister:innen teilen kannst.
Zuerst fühlt es sich sicherlich nach einem großen Durcheinander an und womöglich ist kein roter Faden erkennbar. Aber – das kenne ich von meinen Website-Projekten zu gut – nach und nach wirst du Ideen entwickeln, neu strukturieren und ganz genau wissen, wo es hingeht.
Schritt 4: Arten, Zwecke und Formate der Fotos planen
Ein gelungenes Business-Shooting sollte vielseitig sein. Neben klassischen Porträts – sowohl Nahaufnahmen als auch Ganzkörperfotos – sind auch Detailaufnahmen wichtig. Mit Letzterem sind Bilder gemeint, die dich in Aktion zeigen, zum Beispiel beim Schreiben, Zeichnen, Beraten oder Präsentieren.
Viele von uns arbeiten mit dem Laptop, aber klassische „Laptop-Fotos“ wirken oft austauschbar und wenig individuell. Überlege also, wie du deine Tätigkeit noch visualisieren kannst: Gibt es andere Arbeitsmaterialien, die du einbinden kannst? Kannst du digitale Prozesse durch physische Handlungen ersetzen? Vielleicht sind Notizbücher, Stifte, Bücher oder Moodboards eine gute Ergänzung, um dein Arbeitsumfeld authentisch darzustellen.
Welche Fotos brauchst du wofür?
Es hilft, im Vorfeld genau zu überlegen, für welche Zwecke du die Bilder nutzen möchtest. Ein paar Ideen:
Freundliches Foto mit deinem Handy in der Hand – perfekt für die Kontaktseite oder Social Media, um Nahbarkeit zu vermitteln.
Eine Fotofolge, die dich in Aktion zeigt – ideal, um deinen Arbeitsprozess zu veranschaulichen, zum Beispiel für „So arbeite ich“-Seiten oder Präsentationen.
Porträts in verschiedenen Posen und Stimmungen – als Autor:innen-Foto, für Gastartikel oder Speaker-Profile.
Arbeitsplatz- und Detailfotos – geben einen Einblick in deine kreative oder berufliche Welt.
Querformat oder Hochformat? Beides!
Denk daran, eine gute Mischung aus Hoch- und Querformaten einzuplanen. Querformatige Bilder eignen sich besonders für Header auf der Website oder als Titelbilder (z. B. für LinkedIn oder Facebook-Gruppen). Hochformatige Bilder brauchst du für Instagram-Stories oder mobile Darstellungen.
Schritt 5: Outfits zusammenstellen
Im nächsten Schritt muss der Look geplant werden. Mein Problem: Vor Ort haben wir gemerkt, dass ein Outfit stilistisch nicht zu den anderen passt und sich zu stark unterscheidet. Spontan haben wir noch Fotos mit dem Pullover gemacht, den ich bei der Ankunft an hatte. Dieser wäre sicher nicht meine erste Wahl gewesen, aber mehr Outfits hatte ich leider nicht dabei.
Daher mein Learning an dieser Stelle: Pack lieber ein paar mehr Outfits ein. Ich hatte in 1,5 Stunden Personal Brand Shooting insgesamt drei Outfits an. Also würde ich beim nächsten Mal fünf einplanen. Stell dir bei der Auswahl folgende Fragen: Welche Kleidung präsentiert mich am besten und welche Outfits wirken professionell, ohne das ich mich verkleidet fühle? In erster Linie sollen die Outfits zu dir passen, du sollst dich während des Shootings wohlfühlen und jede deiner geplanten Posen problemlos umsetzen können.
Qual der Wahl – eine Fotoauswahl treffen
Schritt 6: Props auswählen & kaufen
Props hatte ich nicht wirklich auf dem Schirm, obwohl sie ein wichtiger Bestandteil eines jedes Business Shootings sind. Ich habe mir vorgenommen, ein gelbes Quadrat selbst zu basteln und mitzunehmen. Die Größe konnte ich überhaupt nicht einschätzen und so ist es gekommen, wie es kommen musste – mein Prop war zu klein. Gut, dass es im Studio genug Alternativen gab!
Damit du besser vorbereitet bist, hier ein paar Prop-Ideen für dein Personal Brand Fotoshooting:
Klassische Props, die du online häufig finden wirst
Laptop
Tablet
Handy
Notizbuch
Brille
Weitere Props, die individueller sind und zu dir passen müssen
Kaffeeverrückt → auffälliger Kaffeebecher mit einer Markenbotschaft
Bücherwurm → Lieblingsbücher und -zeitschriften, die für dich, aber auch deine Kund:innen relevant sind
Naschkatze → Snacks lassen sich ebenfalls in dein Shooting einbauen, am besten wenn sie farblich zu deiner Marke passen
Klebezettel mit Markenbotschaft
Fazit: Dein Fotoshooting entspannt meistern
Ein Business-Fotoshooting muss keine stressige Angelegenheit sein – mit der richtigen Vorbereitung kannst du entspannt und gut organisiert in den Termin starten. Von der Wahl der richtigen Fotograf:in über Moodboards bis hin zu Outfits und Props: Jede Entscheidung trägt dazu bei, dass deine Bilder nicht nur professionell wirken, sondern dich und dein Business authentisch widerspiegeln.
Mein größtes Learning? Planung ist alles – aber lass auch Raum für Spontanität! Manchmal entstehen die besten Fotos genau dann, wenn du dich frei bewegst und einfach im Moment bist.
Jetzt, da du weißt, worauf es bei deinem ersten Personal Brand Shooting ankommt, können wir deine Website gemeinsam gestalten. Dabei legen wir die Designrichtung fest und bringen deine neuen Fotos perfekt zur Geltung!